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  • Alex

PANTA RHEI

Saisonrückblick 22/23


Alles fließt. Oh, das wird heute philosophisch. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie ich Heraklit und den Saisonrückblick eines Bezirksklasse-Basketballteams in einen sinnvollen Zusammenhang bringen kann, aber mir wird sicher was dazu einfallen. Wobei. Was sagt ChatGPT dazu?


Nope – nice try…


Genau - Wandel war vermutlich die einzige Konstante in der Saison unserer beiden Herrenteams. Das ist es.


Die Herren 2 startete das Jahr mit vielen neuen Gesichtern auf und neben dem Feld und außerdem auch noch eine Liga höher als im Jahr zuvor. Erwähnenswert ist, dass man die Saison zuvor gar nicht als Aufsteiger beendet hatte, aber dennoch einfach eine Liga höher meldete - in einem Anflug maßloser Selbstüberschätzung. Mit Nico F. und Fuad hatte man zwei fähige U25-Jungs dazubekommen. Christian und Stephan kamen aus der letztjährigen H1 dazu, Viktor kehrte nach langer Abstinenz wieder nach Schleißheim zurück, und der Coach setzte außerdem auf Leistungsexplosionen von den arrivierten Kräften wie Tasos, Matti, Tri, Thien oder Luca.


Die Saisonvorbereitung lief dann auch ganz ansprechend: Gute Trainingsbeteiligung, große Fortschritte im taktischen und spielerischen Bereich. Dann natürlich der erste Wandel. Die Gemeinde sperrte uns, wie bereits hinlänglich breitgetreten, ab Anfang Oktober - also pünktlich zum Saisonstart - für gute 3 Monate aus unserer Halle aus. Erst am 18.12. konnten wir wieder trainieren. Dazwischen tingelten wir von Halle zu Halle und kamen doch ziemlich aus dem Tritt. Im ersten Saisonspiel war dennoch noch einiges an Schwung aus der Offseason vorhanden: Auftaktsieg auswärts in Trudering im November.


Es folgten über 2 Monate ohne Spiel - erst am 28.01. ging es auswärts bei MTV, die am Ende der Saison Meister werden sollten, weiter. In der Zwischenzeit hatte man die beiden oben genannten U25-Jungs an die Herren 1 abgegeben und außerdem jeglichen Rhythmus verloren. Was dann kam war absehbar: Die mit Abstand schlechteste Leistung der Saison und eine krachende Niederlage. Eine Woche später zu Hause gegen Dorfen lief es auch nicht viel besser, vor allem offensiv war einiges, das man sich über den Sommer aufgebaut hatte, wieder dahin.


Da war es vielleicht gar kein schlechtes Timing, dass die Jungs vom Ackermannbogen die nächsten 2 Spiele absagten und wir so zweimal am grünen Tisch punkteten. Der spielfreie Februar gab uns Zeit, die Neuzugänge Matthias und Samu sowie Eigengewächs Miguel zu integrieren. Mit Vitalii und Albin wurden außerdem 2 regelmäßige Trainingsteilnehmer jetzt auch für den Spielbetrieb gemeldet. So konnten wir die Schlussphase der Saison mit einem Heimsieg gegen Trudering starten. Wehrmutstropfen: Captain Matti verletzte sich und machte hier sein letztes Spiel der Saison.

Was dann kam, hört sich komisch an: Das Team steigerte sich von Spiel zu Spiel enorm, entwickelte neue offensive und defensive Konzepte, spielte und wuchs deutlich besser zusammen. Die Neuzugänge zeigten sehr ansprechende Leistungen, und wir verloren – wenn auch teils sehr knapp – alle 3 verbliebenen Spiele gegen Dorfen, MTV und Aschheim.


Trotzdem war es ein positives Ende dieser völlig inkohärenten Saison: Wir haben gezeigt, dass wir auch eine Liga höher durchaus mithalten können und wollen kommendes Jahr in einer dann vielleicht etwas flüssiger laufenden Saison oben angreifen und Richtung Kreisliga schielen. Kommen wir also zur ersten Herrenmannschaft.

Coach Uli und sein Team hatten in dieser Saison gleich mehrere Feuer zu löschen: Eine Bezirksklasse mit zwei Teams, die spielerisch dort eigentlich nichts verloren haben (Jahn München und Haching), eine oben ausgeführte Hallensperrung, eine ganze Batterie an Dauerverletzten (vor allem Simon, Manu, Korbi), 2 Leistungsträger, die sich frisch fortgepflanzt haben und daher unregelmäßig bis gar nicht am Training teilnehmen konnten (Niko, Mosal), und 2 weitere, die langsam ihr Alter spüren und nicht mehr so viele Minuten wie noch im Jahr zuvor gehen konnten (Alex, Mihai). Aber von vorne: Der Saisonstart war schon sehr gemischt. Die ersten Heimspiele mussten wir verlegen, da der Heimspielort fehlte. Also nach 3 Wochen ohne Training auswärts zum Absteiger aus der Bezirksliga: München Basket 3. Es folgte – trotz vielen fehlenden Stammkräften - ein solider Auswärtssieg. Große Euphorie kam trotzdem nicht auf, da man wusste, dass das nächste Spiel 4 Wochen später ungleich schwerer werden würde. Auswärts bei Jahn bekamen wir schön eins auf die Nase. Wie sich herausstellte, sollten wir diese Erfahrung aber nicht exklusiv machen. Jahn beendete die Saison als ungeschlagener Meister mit +613 Punkten. Dann 2 Siege gegen Holzkirchen und 1860 sowie dazwischen eine völlig unnötige Niederlage gegen Ost 3, bevor es mit einer Bilanz von 3:2 in die sehr kurze Winterpause ging. Das neue Jahr startete dann gleich mit einem Hammer: Back-to-Back an 2 Tagen gegen das zweite Überteam der Liga, die Regio-Reserve aus Haching. Eine deutliche Auswärts- und eine knappe Heimniederlage später fanden wir uns plötzlich unter .500 wieder. Die Wochen drauf gab es Pflichtsiege in Höhenkirchen und bei Ost 4. Anfang Februar dann zwei knappe und völlig vermeidbare Niederlagen gegen München Basket und 1860, die man in der Hinrunde beide noch geschlagen hatte. Spätestens hier war klar, dass das angepasste Saisonziel – Best of the Rest, also Dritter zu werden – nur noch sehr schwer erreichbar sein würde. Der spätere Absteiger aus Poing wurde zu Hause deutlich besiegt. Dann kam Jahn München nach Schleissheim und verpasste uns die nächste Packung – wenn auch mit deutlicher Leistungssteigerung unsererseits im Vergleich zum Hinspiel. Die gute Nachricht nach diesem Spiel: Alle Spiele gegen die Spitzenteams waren jetzt durch, das Restprogramm war uns eher freundlich gesinnt. Haben wir dann auch genutzt: 5 zweistellige Siege in Folge zum Saisonabschluss (Poing, Holzkirchen, Ost 3, Höhenkirchen, Ost 4). Am Ende wurde es der einigermaßen versöhnliche 4. Platz in der Bezirksklasse mit 11 Siegen und 7 Niederlagen (Poing hat im Verlauf der Saison zurückgezogen, also sind es offiziell nur 9 Siege). Nichtsdestotrotz bleibt der fade Beigeschmack, dass mindestens 3 dieser Niederlagen absolut vermeidbar gewesen wären und wir die ganze Saison enorm volatil unterwegs waren. Gute Viertel folgten auf hundsmiserable, katastrophale Spiele auf grundsolide Partien. Knapp zusammengefasst: Eigentlich kann dieses Team mehr als es letzte Saison abgerufen hat. Irgendwie waren wir nach dem aufgrund der Spielverlegungen aus der Hinrunde knüppelharten Programm im neuen Jahr dann ganz froh, dass das Ganze vorbei war, und ließen die Saison auf Einladung unseres frisch vermählten Trainingsschützen Fabi bei einem gemeinsamen Teamgrillen Revue passieren. Sicherlich eines der Highlights dieses Jahres. Weil der Wechsel aber die einzige Konstante im Universum ist (da isser nochmal, der Heraklit!), wäre die Geschichte dieser Saison ohne 2 Abschiede nicht komplett erzählt: Mit Luca Cantu verlässt uns ein wertvoller Bestandteil des Teams auf und abseits des Feldes in Richtung seiner Heimat und wird zukünftig die Ligen der Toskana terrorisieren – hoffentlich holt er sich da weniger blaue Flecken als in Dorfen. Ti auguro tutto il bene e ci vediamo al più presto! Und dann ein vielleicht noch größerer „Abschied“: Coach Uli Pfundmeier wird nach über 6 Jahren zukünftig wichtigere Dinge im Verein in Angriff nehmen und auf eigenen Wunsch im Jugendbereich als Trainer dafür sorgen, dass die Herrenteams Konkurrenz aus den eigenen Reihen bekommen. Da er immer noch einer der fittesten bei uns ist, wird er dem Herrenbereich aber als Spieler der H2 weiterhin erhalten bleiben. Danke für deinen unermüdlichen Einsatz in den letzten Jahren, Uli – es war uns allen ein Fest! Die Nachfolge ist schon geregelt: Alex Carreira hängt die Schuhe in der H1 (größtenteils) an den Nagel und übernimmt von Uli den Job als Coach. Leo Pintaric übernimmt wiederum Alex‘ freigewordenen Posten als Trainer der H2. Zwei alte Bekannte also, die zukünftig an der Seitenlinie ein paar graue Haare mehr kriegen werden.


Viel Neues also - aber irgendwie auch nicht. Alles fließt eben...


Schleissheim Herren 1 2022/23: Tobi Hoch (16 Spiele) Fabi Mühlenkamp (14) Leo Pintaric (14) Mihai Ionescu (14) Fuad Duric (13) Jonas Bauer (12) Nico Fritzsche (12) Niko Glumac (11) Alex Carreira (10) Christoph Klaus (10) Luca Cantu (4) Uli Pfundmeier (4) Korbi Pfundmeier (3) Manu Senne (3) Simon Himmel (2) Christian Bednarek (2) Matthias Reichart (2) Tasos Deligiannis (2), Matti Roubal (1) Flo Eberl (1)

Coach: Uli Pfundmeier


Schleissheim Herren 2 2022/23: Luca Cantu (7 Spiele) Tri Pahm (7) Christian Bednarek (6) Nikos Kessatis (6) Tasos Deligiannis (5) Thien Dang (5) Miguel Lüdke (5) Matthias Reichart (4) Matti Roubal (4) Viktor Alexopoulos (3) Samu Aru (3) Stephan Filser (2) Vitalii Samsoniuk (2) Albin Leka (1) Michael Biebl (1) Fuad Duric (1) Nico Fritzsche (1) Kenan Koldere (1)

Coach: Alex Carreira



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